Value

MANAGING FOR VALUE

In nahezu 30 Jahren beruflicher Erfahrung habe ich als leidenschaftlicher Brandbuilder meinen Beitrag leisten dürfen zum nachhaltigen Erfolg von nationalen wie internationalen Marken und Marktführern. Auf dem steinigen und gelegentlich auch mühevollen Weg der Markenführung, habe ich zum einen erfahren dürfen, dass häufig genug ein entscheidender Faktor zum Erfolg das scheinbar Selbstverständliche und eigentlich Einfache gewesen ist - also die geniale Idee eines Individuums, egal ob Boss oder Assistentin. Dafür steht dann also die mitreißende Kultur eines Unternehmens mit Ihren Werten, die Vision und die Winner-Prinzipien sowie die grundsätzliche Offenheit für Veränderung - nicht nur als Bekenntnis, sondern im täglichen Praktizieren und Vorleben in der Hirarchie des Unternehmens.

Zum anderen habe ich immer wieder die Bestätigung erfahren, dass der Verbraucher in seinen Wünschen und Vorstellungen allzu häufig unzureichend in der Markenarbeit berücksichtigt wird. Die Erforschung ist kosten- und zeitaufwändig, die Interpretation ist mühevoll und führt häufig zu pauschalen Verallgemeinerungen und Trends läuft man dann sowieso zumeist hinterher, da Trendscouting in internationalen Kernmärkten vernachlässigt wird. Das frühzeitige Lernen von anderen ist verpönt, das "not-invented-here" Syndrom feiert Urständ auf breiter Ebene und das "vor-Ort auf's Maul Schauen" des Konsumenten ist unter dem Niveau so mancher Markenmacher. Ferner habe ich lernen können, dass der Wunsch nach Markierung einer (Marken)- Persönlichkeit, einer Leistung oder eines Angebots einem uralten Bestreben des Menschen entspringt, sich bzw. seiner Dienstleistung ein unverwechselbares und stets wiedererkennbares Profil zu geben.

Damit wird ein gewisser Nutzenvorteil erzielt und steigert den - wie wir inzwischen formulieren - added-value der Marke, um schließlich so beim Empfänger der Leistung mehr Relevanz zu erzeugen und den Markenwert im heiß umkämpften Markt von Angebot und Nachfrage zu steigern. An der Preisschraube zu drehen in Richtung Discountmarke und der Einstellung von Markenkommunikation verbietet sich damit in meinem Verständnis von wertorientiertem Brand Building. Das Faszinosum der Marke ist unantastbar und ist mit jeder Investition zu stärken - eine Rückkehr aus dem Discount ist jedenfalls in aller Regel später nicht mehr zu erreichen: die Markenwerterosion nimmt stattdessen gnadenlos ihren Lauf.

Zu den wesentlichen Stationen meiner beruflichen Laufbahn gehörten M V-Positionen bzw. später Verantwortung als General Manager / CEO in namhaften Unternehmen wie:

  • Teldec / Warner Records, Hamburg
  • Polygram Records, Hamburg
  • Colgate-Palmolive GmbH, Hamburg
  • Bacardi Deutschland GmbH, Hamburg
  • Roland Marken Import / Reidemeister & Ulrichs GmbH, Bremen
  • Weltmarken GmbH, Wiesbaden sowie
  • International Distillers & Vintners (IDV), London.


Um permanent im "relevant set" beim Verbraucher zu bleiben, plädieren wir für eine kontinuierliche Revitalisierung der Marke, folgend den Prinzipien der Selbstähnlichkeit.